„Nach unten erden und nach oben himmeln“

Von unten und oben beziehen wir Lebensenergie und geben sie in den ewigen Kreislauf zurück. Die 4 Elemente Wasser, Erde, Luft und Feuer/Licht aus dem Makrokosmos nähren uns Lebewesen und werden zu Bestandteilen in unserem Mikrokosmos, die wir dann wieder an den Makrokosmos abgeben.

Frühlingserwachen

Im Frühling scheint die Sonne kräftiger, in und aus der Erde wachsen Obst und Gemüse, Wasser sprudelt aus den Bergen, die Luft wird wärmer. In dieser Zeit des Wachstums erwacht alles und ich erlebe die 4 Elemente besonders intensiv.

4 Elemente im Makrokosmos

Jedes Lebewesen braucht Wasser, Luft und Sonne, um zu gedeihen. Die Erde ist der Ort, wo wir wachsen können und am Ende des Lebens kehren wir in diesen Ort zurück.

4 Elemente im Mikrokosmos

Unser Körper besteht aus ca. 80% aus Wasser. Es hält uns geschmeidig und ist Quelle für unsere Lebendigkeit. Das Skelett gibt uns die Stabilität – so wie die Erde. Die Nahrung aus der Erde ist die Basis für die Gesundheit unseres physischen Körpers. Wir brauchen Luft zum Atmen – sie ist die Lebensenergie schlechthin. Das Sonnenlicht nährt uns mental und mit dem Verdauungsfeuer unterstützen wir unseren Stoffwechsel. Die Mitochondrien, die Kraftwerke in unseren Zellen, erzeugen durch Aufspaltung von Nährstoffen Energie, zB für die Muskelzellen, damit wir uns bewegen können.

Die Elemente im Yoga

„Nach unten erden und nach oben himmeln“ sagt meine Yogalehrerin Lalla gerne.

Wenn wir Yoga praktizieren, nützen wir immer diese 4 Elemente und das 5. Element Raum. Bei den Übungen stabilisiert uns die Erde und wir wachsen in den Raum. Wir atmen Luft ein und aus und schicken diese Lebensenergie Prana zu bestimmten Fokuspunkten im Körper oder lassen sie durch den Körper fließen. Das Feuer im Bauch gibt uns Kraft, Begeisterung und Durchhaltevermögen für schwierige Aufgaben. Mit der Feueratmung regen wir die Verdauung und die Entgiftung an. Die Vorstellung von Wasser hilft uns, durch die Positionen zu fließen, emotional durchlässiger/empfänglicher zu werden, mental limitierende Muster gehen und uns vom Flow des Lebens tragen zu lassen.

Der seitliche Stütz als Symbol für die 4 Elemente

Das Begleitfoto zu diesem Text zeigt die Asana „Seitlicher Stütz“ oder auf Sanskrit „Vasisthasana„. Sollte die unten beschriebene Stellung Dir im Moment zu schwierig erscheinen, dann mache sie aus dem 4-Füßler oder stehend an der Wand statt im Brett:

In der Brettposition drücke ich die Füße und Hände in die Erde. Mein Rücken öffnet sich nach oben in den Raum Himmel.

Ich drehe meine Fersen nach links und komme in den seitlichen Stütz, sodass mein Körper nun nach rechts zeigt. Mein rechter Arm zeigt in Verlängerung des linken Arms – Schulter über Schulter – nach oben Richtung Himmel.

Während ich die Position halte, atme ich Luft tief ein und aus: Beim Einatmen fokussiere ich auf den Punkt zwischen Kreuzbein und Steißbein und hebe mein Becken höher. Beim Ausatmen drücke ich die linke Hand in den Boden und der rechte Arm strahlt nach oben in den Himmel. Oder anders ausgedrückt: Beim Einatmen ziehe ich Energie zum Fokuspunkt Becken und halte die Kraft. Beim Ausatmen dehne ich mich über Arme, Beine und Kopf in die Peripherie aus.

Um aus der Position zu kommen, drehe ich mich wieder in die Brettposition und gleite in die Bauchlage. Wie Wasser sprudelt Lebendigkeit durch mich.

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Bei den Yogakursen und während der Yogaferien zeige ich immer Varianten oder wir nehmen Hilfsmittel zur Hand. Wenn Du nicht geübt bist, lass Dich bitte von einer Yogalehrerin oder einem Yogalehrer anleiten!

 

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